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Bereits längere Zeit haben wir den Dialekt mit dem rollenden R nicht mehr vernehmen dürfen. Eigentümlich für unsere Ohren, aber nicht unangenehm – auch, wenn es sogar uns (man beachte unsere Herkunft) bei dem ersten phonetischen Kontakt nach längerer Pause immer ein Schmunzeln abringt.
... an der Schranke vorbei, zweite Strasse rechts, dass seht ihr dann schon.....
Und da stand sie auch unübersehbar. In Kirchen haben wir vor zehn bis 15 Jahren öfter gespielt, das ist heute eher die Seltenheit. Es liegt nicht an uns. Oftmals wird die Musik gedanklich nur den Pubs zugeordnet, dabei gibt es so viele tunes, die in Pubs einfach untergehen würden. Deswegen freuen wir uns auch über Anfragen, die auch einmal reinen Konzertcharakter haben. Wir machen das recht gern, beide Seiten dieser Musik haben ihren Reiz und ihre Berechtigung. Lediglich wäre im Pub die Musikauswahl sicher etwas anders gewesen.
Nun bringen Kirchen immer akustische Überraschungen mit sich. So war es auch hier nicht einfach zu entscheiden: Mit Verstärker oder ohne Technik? Wir haben uns für die Live-Variante entschieden und darauf gebaut dem Raumhall ein Schnippchen zu schlagen, wenn der Raum ausreichend gut gefüllt ist. Das war ja auch so und ich hoffe, dass auch in der hintersten Reihe die Musik noch transparent zu hören war.
Wir haben uns über das Interesse in dieser auf den ersten Blick dem Durchreisenden möglicherweise recht leer erscheinenden Gegend sehr gefreut. Ein Riesenspaß für uns, das 'heilige ADIDU' zu verbreiten. Danke für euren großen und vielstimmigen Chor, ich kann mich im Nachhinein nie entscheiden ob die Frauen oder die Männer besser oder lauter waren. Ist auch nicht wichtig - ihr wart alle gut!
Danke für den Applaus, für die Blumen, die Kekse, den Tee.
Nachtrag vom 30.10.2007:
Zumindest kam der Applaus des Publikums mit Sicherheit von Herzen. Die Blumen,
der Tee und die Kekse aber wurden uns im Nachhinein unterschwellig als Unkosten
angerechnet und verkauft - zumindest muss ich die Worte von Pfarrer Hirsch so verstehen. Eigentlich hätte dann auch der Applaus
gereicht. Manchmal habe ich wohl ein verschrobenes Weltbild..., ist die
Welt so, oder einfach die Menschen - gleich welcher Art und Konfession? Ich habe
diese etwas linke Tour nicht erwartet. Ja, wahrhaftig etwas bissige
Bemerkungen im Nachgang, aber mein Gerechtigkeitssinn funktioniert bestens, ich
bin diesbezüglich vom Leben gut konditioniert worden.
Schade um diesen Wermutstropfen, den die Veranstaltung nun wirklich nicht
gebraucht hätte, denn es war ein schöner Abend. Ich versuche ihn
aus dieser Sicht in guter Erinnerung zu behalten und habe wieder etwas gelernt -
ein Stück Lebenserfahrung mehr, das ist das Gute daran. Trotzdem, Herr
Hirsch, letztendlich schade und bedauerlich.
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